2018 war für die Raiffeisenbank im Grabfeld ein ereignisreiches und für die aktuellen Markverhältnisse gutes Jahr

Über mangelndes Interesse der Mitglieder zur Entwicklung ihrer Raiffeisenbank im Grabfeld eG konnten sich Aufsichtsratsvorsitzende Angelika Götz sowie die beiden Bankvorstände Hendrik Freund und Bernd Bindrum trotz der sommerlichen Temperaturen nicht beklagen. Die Teilnahme an der diesjährigen Generalversammlung war wie gewohnt hoch. „Eine Generalversammlung ist ein Privileg, das Genossenschaften wie wir - die Raiffeisenbank im Grabfeld eG - haben, und es erfüllt uns mit großer Freude, dass Sie heute wieder so zahlreich erschienen sind.“, so Angelika Götz zur Eröffnung der Versammlung bevor Vorstandsvorsitzender Hendrik Freund das Wort ergriff. Hendrik Freund präsentierte nicht nur die Zahlen des Geschäftsjahres 2018. Er ging auch auf die im Rahmen der Kampagne „Mensch Raiffeisen. Starke Idee!“ zum 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen im vorigen Jahr durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführte repräsentative Umfrage über Genossenschaften ein. Die Ergebnisse sind eindeutig und zeigen den hohen Stellenwert der Genossenschaften. So bieten Genossenschaften, um nur einige Beispiele zu nennen, ein alternatives Wirtschaftsmodell, sie bieten Menschen in Ballungsräumen bezahlbaren Wohnraum, bewegen sich auf Finanzmärkten mit seriösen Investments, ermöglichen landwirtschaftlichen Betrieben bessere Bedingungen im globalen Wettbewerb. Zudem entstehen immer mehr Genossenschaften, die sich für soziale und ökologische Belange engagieren.

Nach einem kurzen Rückblick auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland berichtete er über die Erfolge der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Bekannte Partner in der FinanzGruppe sind beispielsweise die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die R+V Versicherungsgruppe und die Fondsgesellschaft Union Investment. In Deutschland gab es per 31.12.2018 exakt 915 selbstständige Volks- und Raiffeisenbanken mit mehr als 18,4 Millionen Mitgliedern und somit Teilhabern. 146.500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen waren im Jahr 2018 bei Genossenschaftsbanken beschäftigt. Mehr als 30 Millionen Kunden werden in der Genossenschaftlichen Finanzgruppe betreut. Vater Staat profitiert jährlich von mehreren Milliarden Euro Ertragssteuern. Das sind nur einige Beispiele, die die Stärke und Erfolge aufzeigen.

Danach „kehrte“ der Vorstandsvorsitzende ins Grabfeld zurück. Ein Jahr in der Raiffeisenbank im Grabfeld eG ist immer mit vielen Ereignissen, Veranstaltungen, Kampagnen und Erlebnissen verbunden. So zählt der in 2018 erfolgte Wechsel im Vorstand und Aufsichtsrat zu den zukunftsträchtigsten Entscheidungen des vergangenen Jahres. Horst Klumb, der Hendrik Freund interimsweise im Vorstand unterstützte, wurde von Heike Reif abgelöst. Frau Reif wird künftig gemeinsam mit Herrn Freund die Geschicke der Raiffeisenbank im Grabfeld eG leiten. Derzeit ist Bernd Bindrum als 2. Vorstand berufen, da die formelle Zulassung von Frau Reif seitens der BaFin noch andauert. Auch im Aufsichtsrat der Bank gab es einen Wechsel. Der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Volker Eckhardt und sein Stellvertreter Henry Warmuth wechselten ihre Plätze mit Angelika Götz, als neue Aufsichtsratsvorsitzende und Steffen Würstl, als ihr Stellvertreter. Beide waren schon über Jahre hinweg im Gremium des Aufsichtsrates tätig und konnten Erfahrungen sammeln.

Durch kluges, vorausschauendes Handeln und sinnvolle Investitionen soll die Zukunftsfähigkeit der Bank abgesichert werden. Bei allem Tun und Handeln der Raiffeisenbank im Grabfeld eG stehen der genossenschaftliche Gedanke, das Regionalprinzip und das Leitbild der Raiffeisenbank im Grabfeld eG „Die Tradition bewahren, das Heute optimieren und die Zukunft gestalten“ im Mittelpunkt.

Ein gutes Beispiel hierfür sind die Kundenveranstaltungen des vergangenen Jahres. Die Themen der Veranstaltungen reichen von sportlichen (Raiffeisenpokalturnier) bis zu Finanzthemen (Anlegerforum), von Berichterstattung (Generalversammlung) bis hin zu Genuss pur (Mitgliederforum, welches ganz im Zeichen des 200. Geburtstages von Friedrich Wilhelm Raiffeisen stand), um nur einige zu nennen. Besonders Augenmerk wird seit Jahren auf die Unterstützung der Kindergärten und Schulen des Geschäftsgebietes gelegt. Die Liste der unterstützten Projekte ist lang. So sorgen zum Beispiel die an den Schulen durchgeführten Solarprojekte und Basketballeventtage für Begeisterung, ebenso wie der Malwettbewerb und der Besuch bei den Erstklässlern. Mit der Immobilienstrategie der Bank die Zukunft gestalten - daran wurde auch im vergangenen Jahr festgehalten und in Römhild ein Mehrfamilienhaus fertiggestellt. Zwei weitere Wohnhäuser wurden in Jüchsen gebaut und zu Beginn des Jahres 2019 bezogen. Besonders erwähnenswert ist das neueste Bauprojekt – die Sanierung des ehemaligen Offizierscasinos in Meiningen. Dort werden in den nächsten Monaten 29 altersgerechte Wohnungen entstehen und das DRK Meiningen einen Stützpunkt haben.

Doch neben all diese Themen wird der Grundauftrag, die Beratung und Betreuung der Kunden, in Finanzangelegenheiten nicht vergessen. Trotz Internetzeitalter halten wir an unseren Geschäftsstellen fest um die Regionalität und Kundennähe zu erhalten. So nutzen unsere Mitarbeiter durch zahlreiche Schulungen, Workshops und Weiterbildungen die Möglichkeit, die Beratungsqualität weiter zu steigern, damit die Genossenschaftliche Beratung für jeden zu einem ganz besonderen Erlebnis wird.

Vorstandsvorsitzender Hendrik Freund informierte über einige wesentliche Zahlen des Jahresabschlusses. Mit Stolz blickte er auf die Mitgliederzahlen der letzten Jahre zurück. Auch im Jahr 2018 konnten neue Mitglieder gewonnen werden und das damit verbundene Geschäftsguthaben stieg auf 3,72 Mio EUR an. „Bodenständige Arbeit sowie Loyalität in und für die Region wird von den Menschen in der Region gewürdigt. So können wir mit dem Geschäftsguthaben auf dem bisher höchsten Niveau wieder unser Eigenkapital stärken.“ so Hendrik Freund.

Auch im Kreditbereich konnte in 2018 wieder ein erfolgreiches Wachstum verzeichnet werden, obwohl die regionale Kreditnachfrage mittlerweile von einem immer stärkeren internationalen Kreditangebot befriedigt wird. In diesem Zusammenhang appellierte Vorstand Freund an alle Kreditnachfrager sich den Finanzierungspartner genau anzuschauen. Eine gute Kondition macht noch keinen guten Partner aus und läuft oft über viele Jahre. Selbst in den turbulenten Zeiten der Finanzkrise wurde die Strategie nicht geändert und Kunden im Stich gelassen. Somit stellen Genossenschaftsbanken einen langfristigen und zuverlässigen Partner dar.

Auch das Einlagengeschäft ist mehr denn je von einem starken Wettbewerb geprägt und hat sich im vergangenen Geschäftsjahr zufriedenstellend entwickelt. Der zu beobachtende Trend der letzten Jahre hat sich fortgesetzt. Die Anleger vermeiden langfristige Geldanlagen und bevorzugen liquide Anlageformen.

Das gesamte Kundenvolumen wuchs in den letzten 4 Jahren um mehr als 40 Mio EUR. Betrachtet man die Größe und das Geschäftsgebiet der Raiffeisenbank ist dies eine beachtliche Steigerung. Die Bonität eines Unternehmens wird oft mit dem Eigenkapital des Unternehmens in Verbindung gebracht, bildet es doch den Grundstock für eine erfolgreiche Zukunft. So konnte im Jahr 2018 das Eigenkapital auf ca. 9,3 Mio EUR gesteigert werden.

Ein Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung bestätigt, dass unter den wirklich erschwerten Markt-bedingungen im Jahr 2018 gut gewirtschaftet wurde. Es konnte wieder ein vernünftiges Zinsergebnis und ein weit überdurchschnittliches Provisionsergebnis erzielt werden.
Erwähnenswert ist das Ergebnis aus dem Immobilienbereich. Das Betriebsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gesunken. Unter Berücksichtigung der anhaltenden Niedrigzinsphase und somit schrumpfenden Margen aus dem Zinsgeschäft bei steigendem Aufwand für Regulatorik und Personal eine aus unserer Sicht gute Nachricht.

Hendrik Freund fasste das Jahr 2018 wie folgt zusammen: „Wir konnten im Jahr 2018 durchweg Wachstum verzeichnen. Die Anzahl der Mitglieder und Geschäftsguthaben sind gestiegen. Wir konnten ein Kredit- und Einlagenwachstum erreichen, so dass das betreute Kundenvolumen sich ebenfalls positiv entwickelte. Wir verfügen über ein solides Eigenkapital. Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt im Jahr 2018 auch ein solides Betriebsergebnis.
Also lässt sich festhalten, das Jahr 2018 war für die Raiffeisenbank im Grabfeld eG ein anstrengendes und ereignisreiches Jahr, dessen Aufwand sich gelohnt hat.“

Den Mitgliedern der Raiffeisenbank im Grabfeld eG, wird wie in den vergangenen Jahren wieder eine attraktive Dividende von 3,00 Prozent auf Ihr Geschäftsguthaben ausgezahlt.

Nach den Tagesordnungspunkten Bericht des Vorstandes, Genehmigung Jahresabschluss, Verwendung Jahresüberschuss, Entlastung Vorstand und Aufsichtsrat kam es zu den Wahlen des Aufsichtsrates. Turnusgemäß schieden Steffen Würstl und Andreas Bohlig aus. Beide stellten sich zur Wiederwahl und wurden durch die Versammlung wieder in den Aufsichtsrat gewählt.